In diesen nebeligen Zeiten kann man interessante Beobachtungen zum Licht machen. Auf dem Foto kannst du sehen, dass die Sonne fast durch den Nebel kommt. Auf der linken Seite leuchtet der Himmel hellgrau, auf der rechten Seite ist der Nebel viel dichter und der Himmel sieht dunkel aus, obwohl es früher Nachmittag ist. Irgendwie sieht die Landschaft fremd aus, finde ich. Als wäre man in einem Fantasie-Film.

Foto: Michaela Wuggazer
Wenn die Sonne ganz durchkommt, sieht man ihre Kraft: Schnee und Eis schmelzen. Der Himmel wird blau. Überall gluckert es. Wasser fließt über die Wege. Manchmal bleibt das Wasser stehen und alles wird matschig. Wo viel festgetretener Schnee ist, kann es jetzt besonders rutschig werden durch Schmelzwasser, das nicht versickern kann. Man muss gut aufpassen.
Auf dem Bild unten könnt ihr einen Schneemann sehen, der schon etwas geschmolzen ist. Ich finde, er sieht aus wie ein Hase. Vielleicht war es auch schon von Anfang an ein Hase?
Hast du schon mal ein Tier aus Schnee gebaut?
Wo siehst du die Kraft der Sonne?
Was kann Licht bewirken?
Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 5, Verse 13 bis 16, sagt Jesus, dass wir das „Licht der Welt“ sind.
Ihr seid das Licht der Welt. … So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Foto: Michaela Wuggazer

Foto: Michaela Wuggazer
Und im Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 58, Verse 7 bis 10 heißt es:
Wenn du Unterjochung aus deiner Mitte entfernst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemandem übel nachredest, den Hungrigen stärkst und den Gebeugten satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
Oben auf dem Foto siehst du, wie die Sonne die Schneeglöckchen stärkt und den verhärteten Schnee schmilzt.
Manchmal sind Worte wie hartes Eis: „Das kannst du ja nie!“ ist so ein Satz oder „Immer machst du alles falsch.“ Hast du das schon gehört?
Sagst du es selber zu anderen?
Aber wir können Menschen auch stärken mit Worten: „Ich helfe dir“ oder „Sollen wir das gemeinsam probieren?“ sind solche Stärkungssätze.
Der Prophet Jesaja sagt auch, wir sollen auf niemanden mit dem Finger zeigen und nicht schlecht über andere reden. Das passiert ganz leicht, das „übel nachreden“:
„Hast du gehört, XYZ soll das gemacht haben! … Ja, ich weiß es auch nicht genau. Nein, ich habe es nicht gesehen. Ich habe nur gehört, sie sollen das gemacht haben.“
Ist dir das auch schon passiert, dass du etwas weitergibst über andere, ohne zu wissen, ob es überhaupt wahr ist?
Jesaja meint, dass es ganz hell wird, wenn wir aufpassen, niemanden klein zu machen und lieber einander helfen..
„Dann geht im Dunkel dein Licht auf“, sagt er.
Dann ist es, wie wenn der Vollmond durch die Wolkendecke bricht und es in der Nacht hell wird..
Vielleicht geht ihr beim nächsten Vollmond ein bisschen vor die Tür und schaut, wie hell es ist?
Dieses Jahr gibt es dreizehnmal Vollmond.
Viele Möglichkeiten.

Foto: privat
PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 8. Februar 26
Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos außer Mond: Michaela Wuggazer
Foto Mond: privat
Diözese Augsburg, Fachbereich Gemeindekatechese, www.pastorale-grunddienste.de
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