
Foto: privat
Die Feier von Tod und Auferstehung von Jesus Christus geht drei Tage lang, wenn man so zählt, wie man in seiner Zeit gezählt hat. Ein Tag beginnt dort mit dem Abend. Wir feiern von Donnerstagabend bis in die Nacht von Samstag auf Sonntag. Vieles spielt sich in der Nacht ab. Am Gründonnerstag versetzen wir uns in das letzte Mal, das Jesus mit seinen Leuten gehalten hat. Danach laden viele Gemeinden ein, in der Nacht zu beten. Vielleicht könnt ihr für eine Stunde mitmachen. In manchen Kirchen gibt es einen „Ölberg“ mit schlafenden Jüngern. Vielleicht geht ihr auch in einen Garten und betet draußen. Es ist die Nacht, in der Jesus gefangen genommen wird und von einem Platz zum anderen gebracht wird. Es ist die Nacht, in der Petrus aus Angst so tut, als hätte er Jesus nicht gekannt. Es ist die Nacht, in der Jesus ihn anschaut und Petrus weint.
Am Karfreitag wird das Kreuz wieder aufgedeckt. Wir sind eingeladen zum Kreuz. Manche bringen Blumen mit, wie hier in der Abtei St. Stephan in Augsburg.

Foto: privat
Karfreitag und Karsamstag sind stille Tage. Vielleicht habt ihr in der Kirche ein „Heiliges Grab“? Vielleicht habt ihr eine Figur der Mutter Maria, die ihren toten Sohn im Schoß hält? Am Karsamstag denken wir auch an unsere eigenen Toten. Vielleicht geht ihr an Gräber von Menschen, die ihr kennt und zündet ein Licht an?

Fotos: privat außer Foto Bienen mit Wabe: Karl-Georg Michel
In der Osternacht beginnen wir im Dunkeln. Draußen brennt das Osterfeuer. Wir zünden eine neue Osterkerze an. Wenn wir eingezogen sind in die dunkle Kirche gibt es das große Loblied auf die Osterkerze, das Exsultet. Vielleicht hört ihr es euch vorher an? Hier werden auch die Bienen besungen, deren Wachs in dieser Kerze steckt.
Osternacht ist eigentlich die ganze Nacht. Aber in den meisten Kirchen wird entweder am Abend oder ganz in der Früh Osternacht gefeiert. Es ist spannend, sich auf den Weg zur Kirche zu machen, wenn es noch dunkel ist. Vielleicht nehmt ihr euch eine Laterne mit, um das Osterlicht nach Hause zu bringen? Vielleicht habt ihr einen Osterkorb dabei?
Im Johannes-Evangelium, Kapitel 20, Verse 1 bis 18 heißt es:
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Mágdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.
Als Maria sich vom Grab wegdreht, sieht sie einen Mann. Erst als er sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn.
Sie sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbúni!, das heißt: Meister.
In Erinnerung an diese Begegnung im Garten gibt es in manchen Kirchen einen Ostergarten mit Grabeshöhle. Vielleicht richtet ihr euch zuhause einen kleinen Ostergarten? Vielleicht besucht ihr andere und wünscht ihnen: Frohe Ostern! :-)
PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 05. April 26 Ostersonntag
Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos: Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Fachbereich Gemeindekatechese, www.pastorale-grunddienste.de
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