Im Wald waren die Wege sehr vereist und glatt. Also gingen wir lieber an der Brenz entlang von Bächingen nach Gundelfingen.

2 Schwäne am See

Foto: Michaela Wuggazer

Der Weg war ganz frei von Eis und Schnee. Einige Teiche auf der linken Seite waren noch zugefroren. Dort wo eine Quelle im Teich ist, war das Wasser offen und das Wasser der Brenz floss munter dahin. Gelegentlich konnten wir Enten und Blesshühner sehen.
Im Schnellepark in Gundelfingen konnten wir dann die schwarzen Schwäne beim „Wasserballett“ beobachten. Es war witzig, wie sich ihre Hälse im Teich spiegelten.

Zurzeit ist es kalt und neblig. Aber manchmal kommt die Sonne durch. Dann kann man schöne Lichtspiele in den Blättern beobachten. Ich finde, die alten, brauen Blätter sehen mit dem Sonnenlicht wie Bernstein aus. Richtig schön, obwohl sie doch vom letzten Jahr sind und bald zerfallen sein werden. Auch die Blätter, die grün geblieben sind, sehen im Sonnenlicht besonders aus. Es lohnt sich genau hinzusehen. Besonders schön fand ich den Samenstand der Waldrebe, ganz rechts im Bild. Im Licht sieht man die zarten „Federn“ besonders gut. An ihrem Ende ist jeweils ein Samenkorn befestigt. Wenn sie reif sind, reicht ein Windstoß und sie segeln an diesem fedrigen Faden zu einem neuen Platz, wo dann eine neue Waldrebe entstehen kann.

Collage alte Blätter

Foto: Michaela Wuggazer

Feld mit Nebel Schnee

Foto: Michaela Wuggazer

Am nächsten Tag war der Nebel so dicht, dass ich nicht besonders lange in die Weite schauen konnte. Meine Augen taten weh und mir wurde schwindlig vom angestrengten Hinschauen. Man kann den Horizont nur ahnen. Siehst du den Baum, ganz klein auf der rechten Seite? Wenn du auf seiner Höhe nach links schaust, dann kannst du den bewaldeten Hügel dort nur ahnen. Die Baumgruppe, auf die der Weg hinführt, sieht man ganz blass. Es war ein seltsames Gefühl. Mit jedem Schritt tauchte in der Ferne wieder ein Baum auf. Es war als hätte der Nebel alles verschluckt. Auch die Geräusche waren abgedämpft.

Im Matthäus-Evangelium (Kapitel 4, Verse 12 bis 23) wird etwas aus dem Buch des Propheten Jesaja gelesen, das auch an Heiligabend vorkommt:

Das Volk, das im Dunkel saß, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.
Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um!
Denn das Himmelreich ist nahe.

Beim Gehen im Nebel musste ich daran denken. Wir sitzen zwar nicht im Dunkel, aber im Nebel. Da ist es auch schwierig zu erkennen, wohin man geht. Und wenn dann das Licht durchkommt, ist es strahlend. Wo die Erde gewärmt wird von der Sonne und Schutz hat durch eine Mauer oder ein Gebüsch, kann man jetzt schon sehen, dass etwas Neues kommt: Siehst du die Blätter der Krokusse unten? Hast du auch schon Pflanzen entdeckt, die aus der Erde drängen?

Mauer Erde Kroküsse sprießen

Foto: Michaela Wuggazer

PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 25. Januar 26 

Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos: Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Fachbereich Gemeindekatechese, www.pastorale-grunddienste.de
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