Collage Blumen Frühling Buschwindröschen-Huflattich-Märzenbecher

Foto: Michaela Wuggazer

Wieder war es kalt und windig und es regnete ganz fein. Ungemütlich. Nicht nur für uns. Die Buschwindröschen (oben Mitte) hingen ganz matt nach unten.
Es macht keinen Sinn Blüten nach oben zu öffnen, wenn keine Insekten fliegen. Auch der gelbe Huflattich hielt die meisten Blüten fest verschlossen.
Nur die Glöckchen der Märzenbecher (oben links) sahen stabil aus. Es war gar nicht so einfach neue Blüten zu entdecken zwischen dem alten Laub.

Wunderschön wirkten auf dem Friedhof die Blausternchen (unten rechts). Sie breiten sich immer mehr aus. Sie bleiben nicht auf einem Grab. Sie sind in den Wegen und vor und hinter den Hecken. Sie verbreiten sich über Knöllchen im Boden und über Brutknöllchen aus den befruchteten Blüten. Das Scharbockskraut (unten links) macht es auch so. Es hat seinen Namen von einer alten Bezeichnung für Skorbut. Das ist eine Krankheit, die früher ein großes Problem im Frühjahr war, als man kaum mehr etwas hatte mit Vitamin C. Menschen hatten gemerkt, dass dieses Kraut gegen Skorbut hilft. Wenn es blüht, soll man es nicht mehr nehmen, da wird es etwas giftig. Die Blätter sind herzförmig und glänzen ein bisschen. Ohne die gelben Blüten gehen viele an ihm vorbei. Heute bekommt man Vitamin-C leicht ohne Scharbockskraut.

Collage Frühling Scharbockskraut und Blausternchen

Foto: Michaela Wuggazer

Eigentlich wollte ich auf dem Weg bleiben am Dexelberg. Aber dann sah ich irgendetwas weißes an einigen Bäumen. Ich ging näher heran.

Wisst ihr, was es ist? Ja, Schafwolle. Überall sah ich Wollreste. Vor einiger Zeit hatten hier Schafe geweidet. Einige kleine Vögel beobachteten mich ganz unruhig. Vielleicht hatten sie Sorge, dass ich ihnen das kostbare Material für ihren Nestbau wegnehmen will?

Schafwolle an den Ästen

Foto: Michaela Wuggazer

Und dann entdeckte ich sie, ganz an den Boden geschmiegt: Eine Küchenschelle! :-) Seit Jahren hatte ich keine mehr hier gesehen. Ich glaubte sie sind ausgestorben.

Um Leben und Tod geht es in der Geschichte von Lazarus im Johannes-Evangelium, Kapitel 11, Verse 1-45. Da sagt Jesus zu Marta, der Schwester von Lazarus:

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

Wie ist das mit dir? Glaubst du, dass Leben stärker ist als der Tod? Glaubst du, dass wir in Jesus Christus alle verbunden sind – über den Tod hinaus?

Küchenschelle pelzige Blume Frühling

Foto: Michaela Wuggazer

PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 22. März 26 Fünfter Fastensonntag

Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos: Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Fachbereich Gemeindekatechese, www.pastorale-grunddienste.de
Wollen Sie das ABENTEUER AM SONNTAG wöchentlich per Mail erhalten?
Dann informieren Sie uns unter gemeindepastoral@bistum-augsburg.de