
Foto: Michaela Wuggazer
Der Regen in den letzten Tagen hat den Pflanzen gutgetan. Es sind so viele Blüten zu sehen. Die Butterblumen sind glänzend gelb. Die Maiglöckchen fangen gerade an aufzugehen. Die Lichtnelken werden immer mehr. Mit ihrem fröhlichen Pink fallen sie auf. Nicht so einfach sieht man die Blüten der Walderdbeeren (unten links). In einigen Wochen werden hier leckere, rote Früchte hängen. Ganz schwer zu entdecken sind die hängenden Blüten des Salomonsiegels (unten rechts). Wir wussten, wo wir sie die letzten zwei Jahre entdeckt hatten. Aber selbst mit diesem Wissen, muss man ganz genau am Wegrand schauen. Die Blätter verbergen die grün-weißen Blüten. Salomonsiegel heißt die Pflanze, weil jeder Blütenstängel, wenn er im Herbst abfällt auf dem Rhizom einen Abdruck hinterlässt, der aussieht wie der Abdruck eines Siegels. Man hat schon eine Pflanze gefunden mit 17 Abdrücken. Sie lebt also schon seit 17 Jahren. Das ist beachtlich. Der grüne Teil der Pflanze stirbt im Herbst ab. Der unterirdische Teil überdauert den Winter und treibt im Frühling frisch aus. Es tut richtig gut, wenn sich auf den Wiesen und im Wald so viel buntes Leben zeigt.

Foto: Michaela Wuggazer
Meine Schwester und ich haben als Kinder immer am Sonntag Wiesenblumen gepflückt und unseren kleinen Mai-Altar damit geschmückt.
Vielleicht habt ihr Lust, im Mai ein Marienbild oder eine Figur von Maria zu schmücken?

Foto: Michaela Wuggazer
An dieser Waldwiese haben wir uns einige Zeit auf die Bank gesetzt und beobachtet.
Am Himmel veränderten sich die Wolken. Einige wurden immer größer, andere lösten sich auf. Auf dem Boden sahen wir Ameisen. Einige schleppten tote Eintagsfliegen. Eintagsfliegen sind viel größer als Ameisen. Sie leben nur einen Tag. Für Vögel, Frösche, Fische und auch für Ameisen sind sie eine wertvolle Nahrung. Ihr Leben als Fliege ist kurz. Aber ihr Leben ist ein wichtiger Baustein für das Leben anderer.
An diesem Sonntag erzählt uns die Apostelgeschichte (Kapitel 2, Verse 12 bis 14), was passierte, als Jesus in den Himmel aufgenommen worden war: Die Apostel gehen wieder nach Jerusalem zurück und bleiben in einem Raum beieinander.
Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.
Sie warten alle darauf, dass Jesus ihnen seinen Geist schenkt.
Mit wem seid ihr zusammen, wenn ihr nicht recht wisst, wie es weitergeht?
Ich stelle es mir vor, wie beim Löwenzahn. Dicht sind die Samen beisammen. Sobald sie reif sind, trägt der Wind sie weit in die Welt und überall gibt es neuen Löwenzahn.
Welche Botschaft tragt ihr in die Welt?

Foto: Michaela Wuggazer
PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 17. Mai 26 Siebter Sonntag der Osterzeit
Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Foto: Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Fachbereich Gemeindekatechese, www.pastorale-grunddienste.de
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