
Foto: Michaela Wuggazer außer Foto: Kreuz St. Stephan, privat
Die Sonne schien mehrere Tage hintereinander. Viele Menschen waren unterwegs. Viele lachten und waren fröhlich. Die Sonne wärmte und ihr Licht ließ die Farben aufstrahlen. Die Lenzrose auf dem Foto ganz links lockte mich mit ihrem leuchtenden Pink schon von weitem. Und ich war nicht die einzige. Siehst du die dicke Hummel in der Blüte?
Die dünnen Zweige der Trauerweide bilden einen goldgelben Vorhang über der Brenz. Man sieht schon die kleinen Blättchen kommen. Ich mag die Weide besonders in diesem Zustand. Jetzt sieht man noch die vielen Zweige. Bald ist alles grün und es sieht ganz anders aus. Wenn du genau hinschaust, kannst du schon den Beginn der kleinen Blättchen sehen. Beim Hartriegel sind noch keine Blätter zu sehen. Ich mag es, wie rot seine Zweige sind. Auf dem Foto habe ich dann gesehen, dass mit dem Blau des Wassers alle drei Grundfarben vorhanden sind. Mit Rot, Blau und Gelb kannst du alle Farben mischen. Weißt du, was herauskommt, wenn man Blau und Gelb mischt? Oder Rot und Blau? Oder Gelb und Rot?
Unten habe ich dir noch ein Suchbild. Findest du zwischen all den trockenen Blättern vom letzten Jahr den Zitronenfalter? Es war der zweite Zitronenfalter, den ich dieses Jahr gesehen habe. Der erste war zu schnell davon geflattert. Diesen habe ich noch fotografieren können. Kannst du ihn sehen?

Foto: Michaela Wuggazer
Im Johannes-Evangelium, Kapitel 9, Verse 1 bis 41 ist die ausführliche Geschichte, wie Jesus einem Menschen die Augen öffnet, der von Geburt an blind war. Der Mann ist sehr froh. Seine Umgebung ist erstaunt:
Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden?

Foto: Michaela Wuggazer
Manchmal sagen wir zueinander: Bist du denn blind? Hast du das denn nicht gesehen? Oft übersehen wir Dinge, weil wir nicht genau hinschauen.
Ich lade euch zu einer Seh-Übung ein: Sucht euch einen guten Platz, wo ihr niemandem im Weg steht und nicht direkt an einer Straße oder Treppe seid. Wenn ihr mögt, könnt ihr euch auch an einen Baum anlehnen. Macht die Augen zu. Was merkt ihr mit geschlossenen Augen? Hört ihr Vögel? Spürt ihr den Wind? Riecht ihr etwas? Blinzelt ein paar Mal und macht die Augen wieder weit auf. Schaut in alle Richtungen. Auch nach oben und nach unten. Vielleicht bückt ihr euch? So habe ich die Eichel auf dem Foto unten entdeckt. Ihre Schale ist aufgeplatzt. Sie keimt. Aus ihr kann jetzt eine frische Eiche werden.
Wo entdeckt ihr Leben, das sich entwickelt?
In der Kirche verdecken wir das Kreuz in der Fastenzeit. Auf der Vorderseite oben siehst du das verdeckte Kreuz in der Klosterkirche St. Stephan in Augsburg. Das Sonnenlicht verwandelt die Farben des Tuches. Am Karfreitag werden die Kreuze wieder aufgedeckt, damit wir das Kreuz wieder mit neuen Augen sehen.

Foto: Michaela Wuggazer
PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 15. März 26 Vierter Fastensonntag
Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos: Michaela Wuggazer außer Foto: Kreuz St. Stephan, privat
Diözese Augsburg, Fachbereich Gemeindekatechese, www.pastorale-grunddienste.de
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