
Foto: Michaela Wuggazer
Die Trauerweide wird immer grüner. Wo sie nicht am Wasser steht, kann man sich hinter dem dichten Vorhang ihrer Zweige gut verstecken. Man ist geborgen, wie in einem grünen Zelt.
Probiert es mal aus. Wenn man ganz still ist, kann man den Wind in den Zweigen hören und viele Vogelstimmen.
Es ist auch schön, an einem Fluss entlang zugehen. Hier sind die Zweige der Kornel-Kirsche in voller Blüte. Der Fluss ist an dieser Stelle in heftiger Bewegung.
Seht ihr die dunklen Wirbel?
In solch dunklen Wirbeln sind die Jünger. Sie haben Angst. Sie treffen sich hinter verschlossenen Türen. Sie fürchten sich nach draußen zu gehen. Da überrascht sie der auferstandene Jesus. Er kommt mitten in ihre Angst.
Ihr könnt es lesen im Johannes-Evangelium, Kapitel 20, Verse 19 bis 31:
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

Foto: Michaela Wuggazer
Der zweite Sonntag nach Ostern heißt auch „Weißer Sonntag“.

Foto: Michaela Wuggazer
Den Namen hat er, weil an diesem Tag früher die Erwachsenen, die in der Osternacht getauft worden waren, in ihren weißen Taufkleidern in die Kirche kamen.
Heute denken viele es kommt von den weißen Gewändern der Kommunionkinder.
Am Palmsonntag habe ich euch schon von der Kapelle „Maria im Schnee“ erzählt. Sie ist eine Station auf dem sogenannten „Wolfgangweg“.
Der heilige Wolfgang war zeit seines Lebens ein Suchender, der die Botschaft vom Auferstandenen als Schüler und Lehrer, als Mönch, als Bischof, als Missionar und Einsiedler verkündet hat.
Vielleicht habt ihr Lust und macht euch auf den Weg, um herauszufinden wie ihr die Botschaft leben wollt?
In der Apostelgeschichte, Kapitel 2, Verse 42 bis 47 heißt es:
Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.
„Brechen des Brotes“ ist ein alter Name für die Eucharistie.
Wo erlebst du „Gemeinschaft“? Mit wem teilst du Brot oder anderes Essen? Welche Form des Betens ist für dich wichtig?
Vielleicht zündest du gelegentlich ein Kerzlein an für eine schwierige Situation? Guter Gott, meine Freundin Hilde ist krank. Ich hoffe, dass sie deine Nähe spüren kann.
Vielleicht findest du einen guten Platz in der Natur und lobst Gott? Heute ist der Himmel strahlend blau. Ich freue mich.
Die Gänseblümchen und der Löwenzahn machen mich froh. Die Hühner kuscheln und ich denke an die Menschen, die mir nahe sind.
Ich danke dir Gott, dass ich so viel Schönes erleben darf.
PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 12. April 26 Ostersonntag
Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text: Michaela Wuggazer, Fotos: privat außer Foto Bienen mit Wabe: Karl-Georg Michel
Diözese Augsburg, Fachbereich Gemeindekatechese, www.pastorale-grunddienste.de
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