Auf der Taufkerze steht der Vorname des Täuflings und das Taufdatum. Üblich sind christliche Symbole, wie Kreuz, Ostersonne, Wasserwellen. Überlegen Sie selbst, was für Sie ein wichtiges Zeichen für das Leben in Gott ist.

Überladen Sie die Kerze nicht. Sie soll ein Leben lang Zeichen für die Verbundenheit Ihres Kindes mit Gott sein. Manche Menschen zünden sie auch zu Hochzeit an. Bei einigen ist es noch Brauch am Ende des Lebens die Taufkerze am Sarg abbrennen zu lassen. Die Taufkerze wird an der Osterkerze angezündet. Eltern oder Pate, Patin übernehmen sie. Ihnen ist dieses Licht anvertraut. Die Taufkerze kann am Jahrestag der Taufe oder am Namenstag angezündet werden. So ergeben sich immer wieder Möglichkeiten von der Taufe, der Verbundenheit mit Gott, dem jetzigen Leben im Licht Gottes zu sprechen.

Wenn andere Kinder bei der Taufe Ihres Kindes dabei sind, ist es wunderschön, wenn sie ihre eigenen Taufkerzen mitbringen. Sie können dann auch angezündet werden und neben der Taufkerze Ihres Kindes stehen. Sprechen Sie es in der Pfarrei an. Dann kann ein guter Platz und eventuell Kerzenständer gerichtet werden.

Sie können die Taufkerze selbst gestalten oder in Auftrag geben. Manche Pfarreien haben dafür begabte Menschen. Fragen Sie nach.

Wenn Sie die Kerze selbst gestalten, lassen Sie sich beraten. Je nach Dicke der Kerze sollte sie länger als 30 Minuten am Stück brennen. Unter der Bezeichnung „Verzierwachs“ finden Sie Wachsplatten in vielen Farben und mit interessanten Mustern. Für Namen und Datum können Sie fertige Buchstaben und Zahlen kaufen oder aus dünnen Streifen selbst gestalten. Es gibt auch Blattgold-Folien, mit denen man Namen und Datum durchpausen kann.

Machen Sie sich zuerst einen Entwurf auf Papier. Schneiden Sie ihn aus und fixieren Sie ihn mit Klebestreifen auf der Kerze. Wenn die Proportionen stimmen, nehmen sie den Entwurf ab und zerschneiden ihn in Schablonen für die verschiedenen Wachsplatten. Zum Ausschneiden ist eine große, spitze Stopfnadel geschickt. Mit der Nadel lässt es sich leichter arbeiten als mit einem Messer.

Es ist gut, wenn das Wachs ungefähr Zimmertemperatur hat. Ist es zu kühl, klebt es nicht auf der Kerze. Ist es zu warm, verschmiert es. Für den Transport ist es sinnvoll, die verzierte Kerze in Butterbrotpapier zu wickeln.

Michaela Wuggazer
Pastorale Grunddienste und Sakramentenpastoral
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