Diesmal war ich im Klostergarten von St. Stephan in Augsburg unterwegs. Da habe ich diese Blüten entdeckt. Sie gehören zu einem ganz speziellen Krokus: Safran. Es ist mit bis zu 20 Tausend Euro pro Kilo das teuerste Gewürz der Welt. Es ist so teuer, weil es sehr schwierig ist zu ernten und richtig zu verarbeiten. Die Blüten sind sehr hübsch. Das Gewürz hat einen eher bitteren, medizinischen Geschmack und färbt das Essen leuchtend gelb.

Mir ist die leuchtend gelbe Frucht unten auf dem Foto viel lieber. Auch sie ist nicht so einfach. In die meisten kann man nicht einfach hineinbeißen, wie in einen Apfel. Sie hat einen pelzigen Flaum, der sie vor der Sonne schützt. Sie ist ziemlich hart. Die meisten verarbeiten sie zu Kompott oder Mus. Ich mag sie angebraten wie Kartoffelschnitze mit Salz und Rosmarin. Es ist die Quitte. Im Frühjahr nach schlimmen Kälteeinbrüchen hatten alle Sorge, ob es Früchte geben wird. Jetzt muss der kleine Baum mit Pfosten gestützt werden, weil er so viele Früchte trägt.

Quitte

Foto: Michaela Wuggazer

Die Sonnenblumen hat die lange Trockenheit und Hitze schwer getroffen. Sie haben Blüten und Kerne entwickelt, aber die Blätter sind an vielen komplett vertrocknet. Der Wind rauschte in den vertrockneten Blättern anders als in frischen. Es ist ein spezieller Klang. Du kannst hören, dass die Blätter vertrocknet sind.

Sonnenblumen vertrocknet

Foto: Michaela Wuggazer

Unten auf dem Foto siehst du die Früchte des Johanniskrauts. Links sind die vertrockneten aus dem heißen Sommer. In der Mitte die frischen.

Johanniskraut vertrocknet und frisch

Foto: Michaela Wuggazer

In der Geschichte im Matthäus-Evangelium (Kapitel 21, Verse 28) geht es um eine Ernte anderer Art. Jesus fragt seine Leute:

Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Kind, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging hinaus. Da wandte er sich an den zweiten und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ja, Herr – und ging nicht hin. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der erste.

Kennst du das? Du sagst, „Ja, ich mache das.“ – „Ja, ich räume auf.“ – „Ja, ich komme zum Training.“ „Ja, …“ Und dann machst du doch nicht, was du versprochen hast?

Oder jemand sagt: „Komm doch heute Nachmittag.“ Und du sagst „Nein!“ Und dann tut es dir leid. Und du gehst doch?

Jesus sagt, es zählt, was man tut. Und manchmal tun diejenigen, von denen man es gar nicht erwartet, das, was Gott will. Diejenigen, die sagen: „Mir ist Gott wichtig!“, ermahnt Jesus, dass sie auch so leben sollen. Was meint ihr?

PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG, 27. September 26

Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos: Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Abteilung Pastorale Grunddienste und Sakramentenpastoral, www.pastorale-grunddienste.de
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