Diesen Stein habe ich in einem Acker voller wunderbarer Steine gefunden. In der Sonne glitzert er. Ein bisschen könnt ihr davon sehen. Es sind Quarzeinschlüsse. Es ist ein sehr alter Stein. Er wurde von einem Gletscher in der Eiszeit an diesen Ort getragen. Dieser Stein ist irgendwann aufgeschlagen worden. Von außen ist er abgerundet und man kann das Glitzern nur ahnen.

Heute hören wir im Matthäus-Evangelium, Kapitel 13, Verse 44 bis 52 einige kurze Geschichten. Die vom „Schatz im Acker“ gehört auch dazu.

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

Manchmal frage ich mich, ob Jesus hier Gott meint, der alles hergibt, weil er in uns „Erdlingen“ einen Schatz entdeckt hat. Wir Menschen sagen ja manchmal „Du bist mein Schatz!“ und meinen, dass jemand einen ganz besonderen Platz in unserem Herzen hat.

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Bienenwabe in der Hand

Foto: Michaela Wuggazer

Es gibt auch andere Schätze, die man draußen entdecken kann. Der Anfang eines Wespennestes wurde vom starken Regen abgerissen. Ich habe es in der Regenrinne gefunden. Sieht es nicht wunderbar aus? Wespen bauen ihr Nest aus Papier, das sie selbst machen. Vielleicht hast du schon mal eine Wespe an einem alten Zaun gesehen, wie sie sorgfältig einen Holzspan abzieht? Wir haben am Balkon alte, ausgewaschene Holzlatten. Da kann ich manchmal Wespen beobachten. Ihr Papiernest ist sehr leicht. Wenn es sehr heiß ist, dann habt ihr vielleicht schon beobachtet, wie Wespen an Wasserstellen landen, wie ein Löschflugzeug. Sie nehmen das Wasser auf, fliegen davon und spucken es auf ihr Nest. Wenn das Wasser verdunstet, dann kühlt es das Nest.

Nest mit Wassertropfen

Foto: Michaela Wuggazer

Manchmal sind die Schätze keine Gegenstände, sondern eine besondere Situation.

Unten seht ihr eines meiner „Schatz-Fotos“. Ich finde es sieht so aus, als würde das kleine Blesshuhn in einem goldenen Teich schwimmen. Was meint ihr?

Welche Schätze habt ihr schon draußen entdeckt? Vielleicht habt ihr Lust miteinander auf Schatzsuche zu gehen. Ich finde, wenn man auf Schatzsuche geht, dann findet man auch Schätze. Man darf sich nur nicht festlegen, welche Art von Schatz es sein muss.

Vielleicht erinnerst du dich nächstes Mal, wenn du einen Schatz entdeckst an diese Geschichte aus der Bibel. Halte kurz inne und stell dir vor, so freut sich Gott über dich. Denn Gott sieht den Schatz in dir, auch wenn er verdeckt ist.

Blesshuhn in einem goldenen Teich

Foto: Michaela Wuggazer

PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 26. Juli 26

Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos: Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Abteilung Pastorale Grunddienste und Sakramentenpastoral, www.pastorale-grunddienste.de
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