Die Fotos auf dieser Seite sind von Hanni Sandner. Sie ist Landschaftsgärtnerin mit Landwirtschaft. Sie schrieb, dass dieses Jahr, die Gießkanne so wichtig war, dass sie beim Erntealtar in der Mitte steht. Findet ihr sie? Habt ihr auch beim Gießen geholfen in diesem Jahr?

Foto: Hanni Sandner
Sie hat mir auch Bilder vom 8. Donau-Rieser Schaf-Tag geschickt. Da zeigt die Heide-Allianz Donau-Ries, wer alles zusammenwirkt, damit man schöne Landschaft erhalten und genießen kann. Die Schafe halten die Heidelandschaft offen. Sie fressen kleine Bäume und Büsche ab. So bleibt Platz für sonnenhungrige Pflanzen und Tiere.
Mit Maschinen kann man das nicht machen und Menschen müssten hart arbeiten. Die Tiere haben Futter und Bewegung. Hunde und Menschen passen auf sie auf. Die Schafe haben ein gutes Leben. Vielen Pflanzen und Tieren erhalten sie den Lebensraum. Wir Menschen bekommen sehr gutes Fleisch aus nächster Nähe. Etwas für das man herzlich Danke sagen kann. Nicht nur an Erntedank.

Foto: Michaela Wuggazer
Hier seht ihr ein Stück Wacholderheide. Entdeckt ihr den kleinen, blauen Schmetterling? Er braucht offene Flächen mit Sonne zum Leben. Die Kartäusernelke und die Silberdistel brauchen das auch.
Damit Menschen weiterhin Schafe halten, müssen sie auch genug mit ihnen verdienen. Dass die Schafe für ihren Dienst in der Landschaft bezahlt werden, ist ganz wichtig. Wolle und auch Fleisch gibt es viel billiger von großen Schaffarmen im Ausland. Aber ob es den Tieren dort auch so gut geht? Alles hat seinen Preis. Auch diejenigen, die sich lieber von Soja-Produkten ernähren müssen genau hinschauen. Große Plantagen zerstören den Lebensraum von Tieren in Brasilien und anderswo. Auch dort sterben Tiere. Es ist nicht einfach. Wir sind alle miteinander verbunden.
Paulus schreibt in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi, Kapitel 4, Verse 6 bis 9
Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.
Ich finde die Kombination Bitte und Dank spannend. Vielleicht schreibt ihr etwas für euch auf, dieses Jahr für Erntedank?
Gott, wir danken dir für alle Menschen, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass wir gutes Essen haben. Wir bitten, dass noch mehr Menschen begreifen, wie wichtig es ist, Essen zu kaufen, das aus der Nähe kommt. Gott, wir danken dir für alle, die das kaufen, was hier und jetzt wächst, damit Essen nicht
lange transportiert werden muss. Wir bitten, dass mehr Menschen nachdenken, was alles in ihrem Essen steckt und achtsamer damit umgehen. Gott, wir danken dir, dass wir hier genug zu essen haben und Wasser zum Trinken. Wir bitten, dass mehr Menschen auch an die denken, die zu wenig haben und mehr
abgeben.
PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG, 04. Oktober 26 Erntedank
Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text: Michaela Wuggazer
Fotos: Hanni Sandner und Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Abteilung Pastorale Grunddienste und Sakramentenpastoral, www.pastorale-grunddienste.de
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