Ich hörte, wie ein Radler zu einem anderen sagte: „Jetzt kommt wieder der Weg mit den heiligen Häuschen.“ Diese Formulierung finde ich schön. Weißt du, was in diesen „heiligen Häuschen“ dargestellt ist? Es sind Szenen vom Kreuzweg Jesu. Oft führen diese Wege einen Berg hoch und oben ist dann manchmal eine Kapelle.

Heute hören wir in der Kirche, dass Jesus seinen Freunden sagt, dass er nach Jerusalem gehen muss und dass er dort sterben wird. (Matthäus-Evangelium, Kapitel 16, Verse 21 bis 27) Das will Petrus auf keinen Fall:

Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen, und sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Das ist heftig! Jesus ist hart mit Petrus, den er kurz davor, als Fels bezeichnet hat.

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Sitzbank im Wald

Foto: Michaela Wuggazer

Jesus sagt, wer mit mir gehen will, darf nicht am Kreuz vorbei. Gott ist da mitten in Schrecklichem, mitten in Leid und Tod. Aber der Tod ist nicht das Letzte. Gottes Liebe ist stärker. Das Leben mit Gott ist stärker. Es hört nicht auf. Das ist schwer zu glauben.

Turnschuhe grün bunt

Foto: Michaela Wuggazer

Jesus will, dass Petrus hinter ihn geht, hinter ihm hergeht. Auf unserem Betriebsausflug mussten wir einen langen Weg zu einer Werkstatt gehen. Wir hatten eine Kollegin mit Rollator dabei, die nicht so schnell gehen kann. Immer wieder musste man den vorderen sagen, dass sie langsam machen. Dann hatte eine die gute Idee, dass die Frau mit dem Rollator vorne geht. Dann hat es funktioniert. Wir alle gingen so langsam wie sie.

Das hast du vielleicht auch schon auf Wanderungen erlebt. Es braucht Disziplin. Es ist wichtig, dass alle in die Gruppe gehören, egal wie schnell sie sind.

Und manchmal kann man wunderbare Entdeckungen machen, wenn man langsamer geht als man könnte 😊.

Wenn du genau hinschaust auf dem Foto mit der Bank und dem Kreuz, dann kannst du auf der Bank lesen: Ausruhen – Nachdenken. Vielleicht nehmt ihr euch Zeit, wenn ihr an einem Wegkreuz vorbeikommt und denkt an Menschen, die gestorben sind.

Für Christen gehört das Kreuz zum Leben. Das ist manchmal schwer. Aber es ist sehr wertvoll. GOTT verspricht uns, dass er im Kreuz dabei ist. GOTT holt uns heraus aus Leid und Tod, so wie er es mit Jesus gemacht hat.

Schmetterling an einer Blume

Foto: Michaela Wuggazer

PDF zum Download: ABENTEUER AM SONNTAG 30. August 26

Lektionar 2018 ff. © staeko.net
Text und Fotos: Michaela Wuggazer
Diözese Augsburg, Abteilung Pastorale Grunddienste und Sakramentenpastoral, www.pastorale-grunddienste.de
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